Chancen nutzen

Die FDP Erftstadt hat sich für die Kommunalwahl 2020 den Slogan „ERFTSTADT – CHANCEN NUTZEN“ ausgesucht. Wir sind davon überzeugt, dass Erftstadt viele gute Chancen hat, die genutzt werden sollten. Als Bürgermeisterin von Erftstadt will ich diese Chancen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gemeinsam mit der Verwaltung umsetzen.

Mehr über das Wahlprogramm können Sie in einer Kurz– und in einer Langversion hier finden.

LEBEN

Erftstadt soll auch in Zukunft ein Ort sein, in dem man gut leben kann. Als Bürgermeisterin von Erftstadt möchte ich zusammen Verwaltung und Rat weiter an Rahmenbedingungen arbeiten, die es jeder Bürgerin und jedem Bürger ermöglicht, in unserer Stadt nach den eigenen Vorstellungen zufrieden und glücklich zu leben. Dazu ist ein gut funktionierendes Gemeinwesen, das alle Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge abdeckt mit guten Schulen, Kitas, VHS, Musikschule, Stadtbibliothek nötig. In Erftstadt soll man aber nicht nur gut wohnen, sondern auch gute Arbeitsplätze haben oder finden können. Außerdem brauchen wir mehr bezahlbare Wohnungen. Städtischer sozialer Wohnungsbau soll hier mehr Angebote schaffen.

ARBEITEN

In früheren Jahren wurde unsere Stadt mehr als Schlafstadt an der Peripherie der Rheinmetropolen gesehen. Dieses Selbstverständnis ist nicht mehr zeitgemäß. Arbeiten und Wohnen sollten auch aus Klimaschutzgründen besser miteinander verzahnt werden. Denn das Arbeiten im Home Office reduziert Pendlerströme. Deshalb sind Überlegungen sinnvoll, wie zukünftige Bau- und Gewerbegebiete besser auf diese verknüpfte Nutzung ausgerichtet werden können. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze wird in den nächsten Jahren eine wichtige Aufgabe sein. Denn der Ausstieg aus der Braunkohle verlangt nach hochwertigen gut bezahlten adäquaten Arbeitsplätzen. Auch der Corona-Krise werden Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Das ist jetzt schon absehbar. So möchte ich mich als Bürgermeisterin von Erftstadt darum kümmern, Unternehmen nach Erftstadt zu holen, die hier gut wirtschaften und Menschen Lohn und Brot geben.

LERNEN

Die beste Investition in die Zukunft einer Stadt sind gute Schulen und Bildungseinrichtungen. Junge Menschen sollen in Erftstadt gute Schulen besuchen können. Deshalb brauchen alle Schulen in unserer Stadt einen vergleichbaren baulichen Zustand.

Die Corona-Krise hat Versäumnisse aufgedeckt. Zum Beispiel bei der Digitalisierung: Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer brauchen Laptops, die Schulen brauchen schnelles Internet.

Als Bürgermeisterin von Erftstadt  möchte ich rasch eine  fachübergreifende Arbeitsgruppe „Digitalisierung der Erftstädter Schulen“ einsetzen, um gemeinsam mit Schulamt, Gebäudewirtschaft und Schulen diese Aufgabe zu erfüllen. Neben Ausstattungsfragen ist die Netzqualität in den Schulgebäuden von großer Bedeutung. Daher schlage ich vor, eine zentrale IT-Abteilung in der Stadtverwaltung einzurichten, die auch die IT-Versorgung und Wartung der Schulgebäude mit einschließt.

KLIMASCHUTZ

Ich finde es gut, dass junge Leute für mehr Klimaschutz kämpfen. Denn es betrifft ihre Zukunft. Bis 2050 weitgehend ohne Treibhausgase zu wirtschaften und den Klimaschutz technologieoffen voranzutreiben, ist der richtige Weg. Wenn ich Bürgermeisterin von Erftstadt werde, sollen städtische Gebäude sukzessive energetisch saniert und mit LED-Beleuchtung ausgestattet werden. 

Auch die Anpflanzung von Bäumen, der Rückbau von versiegelten Flächen sowie die Begrünung von Fassaden und Dächern sind weitere wichtige Beiträge zum Klimaschutz.

Das Umweltzentrum Friesheimer Busch leistet wichtige Arbeit in der Umweltbildung und im Naturschutz. Diese Einrichtung findet meine volle Unterstützung.

MOBILITÄT

Bei der individuellen Mobilität können wir viel tun. Bürger sind bereit auf CO2-arme Verkehrsmittel umzusteigen, wenn die Verkehrsinfrastruktur Alternativen bietet. Dazu gehören ein gut ausgebautes und sicheres Radwegenetz, ein attraktiver ÖPNV, der Ausbau von Ladestationen für E-Autos und die Schaffung von Wasserstofftankstellen. Während in der Stadt Mobilität ohne Auto besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Car-Sharing und Fahrrad realisierbar ist, ist das Auto auf dem Land in absehbarer Zeit noch ein unverzichtbares Verkehrsmittel. Hier ist mehr Ehrlichkeit notwendig. Ja, wir müssen neue digitale Möglichkeiten für den ÖPNV erproben, ja, wir wollen den Radverkehr fördern. Ja, wir müssen die Aufenthaltsqualität in den Ortszentren verbessern, aber bitte mit dem Auto und nicht gegen das Auto. Wir sollten an unsere älteren Mitbürger und bewegungseingeschränkte Menschen denken, die sich nicht alle auf dem Fahrrad fortbewegen können.

MITEINANDER

Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Vereinstätigkeit sind der Kitt einer Gesellschaft. Das ist auch in Erftstadts vitaler Vereinsszene, bei vielen Initiativen, der freiwilligen Feuerwehr etc. der Fall. Als Bürgermeisterin von Erftstadt möchte ich für die ehrenamtlich tätigen Menschen stets ein offenes Ohr haben und dafür sorgen, dass ihr Tun Wertschätzung und Unterstützung bekommt. Neu zu uns kommende Mitbürgerinnen und Mitbürger wollen wir mit offenen Armen empfangen. Wir setzen darauf, dass alle das Miteinander in einem demokratischen Rechtsstaat mit seinen Gesetzen und Regeln berücksichtigen. Rassismus, Diskriminierung und Fremdenhass haben in unserer Stadt keinen Platz. 

POLITIK

Als Bürgermeisterin von Erftstadt wünsche ich mir mehr Kooperation statt Konfrontation in Verwaltung und  Rat. Das Klima ist häufig sehr aufgeheizt. Ratssitzungen bis tief in die Nacht hinein sind eher die Regel als die Ausnahme. Viele sind mit dieser Situation unzufrieden. Das möchte ich ändern. Aus der Mitte des Rates kommend möchte ich mehr konstruktive Zusammenarbeit erreichen. Unsere Verwaltung besteht aus vielen fähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stellvertretend möchte ich den Kämmerer Dirk Knips und den ersten Beigeordneten Jörg Breetzmann nennen. Beide wollen etwas bewegen und auf sie kann man setzen. Ich möchte, diese Stadt in eine gute Zukunft zu führen.