Die Radtour auf dem Infrastrukturring Liblar startete  am Einkaufszentrum. Bürgermeisterkandidatin Gabriele Molitor, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des FDP-Stadtverbandes Erftstadt Leonore Bühner und Renate Wintz sowie Vorstandsmitglied Reiner Wintz machten sich auf den Weg, die ringförmige Radroute einem Praxistest zu unterziehen. Das Team passierte den Durchbruch des Lärmschutzwalles an der Bliesheimerstrasse, fuhr  den Promenadenweg entlang über den Solarradweg Richtung Waldorfschule. Dann ging es links weiter Richtung Bahnhof. Hinter dem Bahnhof ist Ortskenntnis notwendig, um zu wissen, wie der Radweg weiter verläuft. Die Strecke verläuft hinter dem Gewerbegebiet Vogelsang weiter Richtung Seestraße. Von dort muss der Radfahrer die Carl-Schurz-Straße befahren und trifft dann wieder über die Grachtstrasse auf die Bliesheimerstrasse.

„Der Infrastukturring rund um Liblar könnte einen weniger technischen Namen vertragen. Doch  ist er eigentlich eine gute Idee. Jedoch ist die Umsetzung  leider von Fehlplanungen und Pannen begleitet“, meint Gabriele Molitor.  „1. Für die neue Querung der Bliesheimerstraße wurde der Lärmschutzwall durchbrochen. Dazu haben wir einen Antrag an den Bürgermeister gerichtet, in dem wir einen konkreten Vorschlag machen, wie die entstandenen Nachteile für die Anwohner abgemildert werden können. 2. Solarradweg – Mit diesem Projekt hat Erftstadt bundesweit leider negativ Furore gemacht. Immer noch kontrolliert ein städtischer Mitarbeiter die Anlage, weil die Solarmodule provisorisch mit Gummimatten abgedeckt wurden. Die Stromzählersäule ist verpackt, da sie Vandalismus zum Opfer gefallen ist. Wir sind gespannt, wann die gerichtliche Auseinandersetzung um die Teststrecke beendet  und der alte Radweg wieder hergestellt wird“, so Molitor.

„Am Bahnhof wurde ein völlig unnötiger Kreisverkehr gebaut. Dieser Verschleuderung von Steuergeldern haben wir als Stadtratsfraktion nicht zugestimmt. Dem wurde noch eins drauf gesetzt: Eine grüne Sichtschutzwand, die überhaupt keinen Sinn macht, aber auch jede Menge Geld gekostet hat“, sagt Renate Wintz, die für die FDP-Stadtratsfraktion dem Bau-Auschuss Straßen angehört. Fazit: Die FDP Erftstadt will für die nächste Ratsperiode den Ausbau des Radwegenetz in Erftstadt voranbringen. Dann aber unbedingt mit mehr Kostenbewusstsein, mehr Einfühlungsvermögen für  örtliche Gegebenheiten und Durchhaltewillen, eine Baumaßnahme auch erfolgreich zu vollenden.