Der Vorstand des Stadtsportverbandes hatte alle Bürgermeisterkandidatinnen zu Einzelinterviews in ein Kierdorfer TV-Studio eingeladen. „Die Idee, über sportpolitische Themen zu sprechen und diese über das Internet zu streamen, finde ich richtig gut. Denn die Corona-Pandemie fordert uns alle auf, neue Wege in der politischen Meinungsbildung zu gehen“, erklärte Gabriele Molitor. Fragesteller und Kandidatin waren sich in der Zielsetzung einig, dass bei der Vergabe der Sportpauschale mehr Transparenz hergestellt werden müsse. „Die Erftstädter Vereine müssen gleich behandelt werden und im Rahmen des bald zu erarbeitenden Sportentwicklungskonzeptes wird auch eine Bestandsaufnahme der Sportstätten erfolgen“, so Molitor. Bei den Schwimmbädern erinnerte Molitor daran, dass die FDP vor einigen Jahren schon ein neues zentrales modernes Schwimmbad gefordert habe. Aber zur Ehrlichkeit gehöre auch dazu, dass die Stadtkasse permanent deutlich im Minus sei und angesichts der Corona-Folgen hier eher mit einer Verschlimmerung der Situation zu rechnen ist.

Kritisch beurteilte Molitor die Forderung des Stadtsportverbandes nach einem Stimmrecht in den Ausschüssen des Stadtrates: „Was machen wir denn, wenn die Kulturschaffenden in Erftstadt ebenfalls ein solches Recht einfordern? Außerdem sind die Mitwirkungsmöglichkeiten des Stadtsportverbandes groß. Das hat sich gerade im Rahmen des Landesprogramms  ‚Moderne Sportstätten 2022‘ gezeigt. Hier waren Verwaltung und Ratsfraktionen außen vor. Allein der Stadtsportverband hat die Projekte ausgewählt und Förderempfehlungen vergeben. Und das war im Hinblick auf die an Erftstädter Vereine geflossenen Fördermittel sehr erfolgreich. Ich bin der Meinung, dass man sich als Ratsmitglied der Wahl durch die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu stellen hat. So funktioniert nun einmal unsere Demokratie“, führte Molitor aus.